Historisches Stellwerk 1 Schelklingen
Stellwerke und Eisenbahn in Schelklingen

Mit dem Pilgerzug nach Beuron
Ein Reisebericht aus den Jahren 2012, 2013, 2014 und 2015


*** 2012 ***
Anna-Wallfahrt nach Beuron, 26.07.2012 - Ein Reisebericht


Auch 2012 hieß es am 26. Juli wieder "Mit dem Pilgerzug nach Beuron zur Anna-Wallfahrt". Ziel des Pilgerzuges ist das Kloster Beuron im Donautal.















Mit dem Pilgerzug nach Beuron

Ausgangspunkt des Pilgerzuges ist im Jahr 2012 Geislingen (Steige). Der Zuglauf führt über Amstetten, Lonsee, Westerstetten, Ulm Hbf, Herrlingen, Blaubeuren, Schelklingen, Ehingen (Donau), Rottenacker, Munderkingen - zusätzlichem Halt in Untermarchtal - Rechtenstein, Riedlingen, Herbertingen, Mengen, Sigmaringen nach Beuron. Die Abstellung des Zuges tagsüber erfolgt im Bahnhof Tuttlingen. Der Fahrkartenverkauf findet in diesem Fall auch im Zug statt, da ein Teil der Haltestationen über keinen Fahrscheinautomaten oder andere Möglichkeit zum Fahrscheinverkauf verfügt.

Begleiter des Zuges sind Wallfahrtspater Sebastian und Bruder Pirmin. für die Pilger, die an der Zugreise teilnehmen gibt es ein Heft, in dem die Lieder und Gebete, die an diesem Tage verwendet werden, abgedruckt sind.

Wallfahrtspater Sebastian und Bruder Pirmin warten in Ulm auf die Bereitstellung des Zuges










Als Besonderheit hält der Zug auch an Bahnstationen wie Rechtenstein oder Untermarchtal, an denen in der Regel sonst keine oder kaum noch Züge halten.

Zustieg der Pilger in Untermarchtal











Vom Bahnhof Beuron aus erfolgt nach der Ankunft des Zuges die Prozession aller Pilger zur Kirche. In diesem Jahr haben etwa 350 Pilger an der Wallfahrt nach Beuron teilgenommen.

Prozession vom Bahnhof Beuron zur Kirche











Nach der Ankunft der Pilger am Wallfahrtsort "Schmerzhafte Mutter Gottes zu Beuron" findet in der Klosterkirche das Pilgerhochamt mit den Mönchen (Gregorianischer Choral) statt.
























Choralhochamt in der Klosterkirche

Nach dem Choralhochamt in der Klosterkirche findet eine Mittagspause statt, in der sich die Pilger bei einem Vesper oder einer Mahlzeit stärken können. Einkehrmöglichkeiten findet man in Beuron im Hotel "Pelikan", im Café "Härtel" im "Haus Maria Trost" oder auch in der eigenen Klostermetzgerei.

Anschließend findet das gemeinsame Rosenkranzgebet in der Abteikirche statt, danach die Wallfahrtsandacht mit Predigt, sakramentalem Segen und der Spendung des Maurus-Krankensegens. 

Etwa um 17:30 findet in der Regel die Rückreise über Ulm bis Geislingen statt, wiederum mit Halt an allen Stationen, von denen auch die Pilger mitgefahren sind.

Ein herzlicher Abschied in Beuron: Bruder Pirmin winkt dem abfahrenden Pilgerzug hinterher









 
























Wallfahrtspater Sebastian sorgt sich während der Zugfahrt um die Mitreisenden im Pilgerzug

Abschied der Mitreisenden im Bahnhof Schelklingen


 









Der Abschied der einzelnen Gruppen, die an den Unterwegshalten ausssteigen ist sehr herzlich, fast kann man von einer "großen Pilgerfamilie" sprechen, die alljährlich die Möglichkeit nutzt mit dem Sonderzug zur Anna-Wallfahrt nach Beuron zu reisen. Die Bahnhöfe entlang der Strecke werden an diesem Tag extra beflaggt, um den Sonderzug zu empfangen.

Diese Wallfahrt mit dem Pilgerzug ist nicht nur für ältere Mitfahrer sondern auch für junge Personen geeignet, zumal dies einer der letzten Pilgerzüge ist, den es überhaupt noch gibt.


*** 2013 ***
Anna-Wallfahrt nach Beuron, 26.07.2013 - Ein kleiner Bilderbogen


Am 26.07.2013 fand wie in jedem Jahr der traditionelle Pilgerzug von Geislingen nach Beuron statt. Über 260 Pilger nutzten die Gelegenheit, um mit dem Zug die Anreise nach Beuron zu unternehmen. Bruder Pirmin begleitete zusammen mit dem namesgleichen Bruder Pirmin den Wallfahrtszug. Anschließend fand die Prozession vom Bahnhof zur Kirche statt, in der das Pilgerhochamt gefeiert wurde. Dieses Pilgerhochamt wurde von Bischof Gebhard Fürst feierlich gestaltet.
























Das Kloster Beuron mit seiner reizvollen Lage im Donautal

Die Prozession zur Kirche










 

Gemeinsames Gebet in der Kirche











Bischof Gebhard Fürst während der Predigt 
 


 




















 

Die Gnadenkapelle


































Der Bahnhof Schelklingen wurde ebenfalls mit den katholischen Fahnen beflaggt


Der Bericht aus der Südwest-Presse vom 29.07.2013 zum Pilgerzug 2013:

Pilgern zur Mutter Anna: 260 Gläubige unterwegs nach Beuron

Mit etwa 260 Teilnehmern blieb die Schar zwar etwas hinter der Resonanz im vorigen Jahr zurück, als sich mehr als 300 Gläubige mit dem Sonderzug zur Anna-Wallfahrt nach Beuron aufmachten. Doch ein besonderes Gemeinschafterlebnis war es allemal.

Von der Ulmer Alb aus und entlang des Donautales stiegen die Wallfahrer in den Zug und feierten nach der Prozession in Beuron Gottesdienst in der Klosterkirche. Viele Anna-Wallfahrer kamen aus dem Raum Ehingen, auch in Rottenacker, Untermarchtal und Rechtenstein hielt der Sonderzug. Und gerade in diesen Gemeinden seien auffallend viele Wallfahrer zugestiegen, registrierte Zugbegleiter Oliver Mayer. Er ist generell ein Befürworter von weiteren Haltepunkten, beispielsweise in Rottenacker, wo Bürgermeister Karl Hauler nicht nur im Vorfeld für die Anna-Wallfahrt geworben hatte, sondern sich auch selbst mit der etwa 15-köpfigen Gruppe per Bahn nach Beuron pilgerte. Rottenacker hofft darauf, dass der Zug bald wieder regelmäßig am Bahnhof halten wird. Die Predigt beim Pilgerhochamt hielt Bischof Dr. Gebhard über die Bedeutung der Familien für die Gesellschaft. Nach dem Mittagessen spazierten viele zur Lourdesgrotte, besuchten das Rosenkranzgebet und die Wallfahrtsandacht. Es gab viele Angebote von den Benediktinermönchen. (Bericht: Doris Moser)

Zustieg am Haltepunkt Untermarchtal












Und hier der Bericht der Schwäbischen Zeitung vom 29.07.2013:

Die Annawallfahrt in Beuron ist für viele ein fester Termin

Inge Hinderhofer und Annemarie Bauer kommen jedes Jahr mit dem Zug – Die Nähe des Bischofs zu den Menschen beeindruckt sie.

Von Vera Romeu

Beuron Die traditionsreiche Annawallfahrt hat am vergangenen Freitag trotz enormer Hitze viele Christen nach Beuron gezogen. Dass im Jubiläumsjahr der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst das Pontifikalamt zelebrierte und die Predigt hielt, trug zur Anziehungskraft bei. Die Hundersingerinnen Inge Hinderhofer und Annemarie Bauer sind wie jedes Jahr in Herbertingen in den Wallfahrt-Sonderzug gestiegen, der an zahlreichen Stationen zwischen Ulm und Beuron hält. Der Zug wird von Pater Pirmin Meyer OSB, Beuroner Wallfahrtspater, begleitet. „Wir steigen ja sehr spät zu. Die anderen, die von Ulm kommen, hatten schon einen Rosenkranz gebetet“, berichteten Hinderhofer und Bauer. Einen geistlichen Impuls haben sie noch genießen können, dann fuhr der Zug schon in den Beuroner Bahnhof ein. Die vielen Pilger wurden von den Benediktinern abgeholt, und in großer Prozession mit Kreuz und Fahnen ging es in die Kirche zum Hochamt.

Die Annawallfahrt ist im Kalender der beiden Frauen ein fester Termin. „Beim Wallfahren schöpfen wir Kraft für den Alltag. Der Tag geht uns zu Herzen - hier für die Familie zu beten, tut gut“, erklärten sie. Das Hochamt war der erste Termin an diesem Wallfahrtstag. „Der Gottesdienst war sehr feierlich. Doch am meisten hat uns die Predigt gefallen“, sagten die zwei Pilgerinnen später. Bischof Fürst hat über die Familie gesprochen. „Die jungen Leute haben Angst sich zu binden, zu heiraten. Da braucht es vor allem Gottvertrauen. Darüber hat der Bischof gepredigt, und da stimme ich ihm zu“, sagte Inge Hinderhofer. In diesem Jahr feiert sie mit ihrem Mann goldene Hochzeit: „Familie steht im Mittelpunkt meines Lebens und Alltags“, verriet die Hundersinger Pilgerin.

Nach dem Gottesdienst haben die zwei Pilgerinnen im Gastflügel des Klosters zu Mittag gegessen. „Das war gut organisiert, man wurde schnell bedient“, sagten sie. Der Bischof habe auch dort gegessen und sei danach von Tisch zu Tisch gegangen und habe mit den Pilgern freundliche Worte gewechselt. „Sonst ist Bischof Fürst immer sehr weit weg, hier hatte man das Gefühl einer entspannten Nähe zu den Menschen“, erzählten die zwei Pilgerinnen.

Am Nachmittag gingen sie ins Liebfrauental und beteten – wie viele andere Pilger – zu zweit den Rosenkranz. „Da legen wir alle unsere Anliegen hinein, denken an jedes Familienmitglied“, erklärten die zwei Frauen. Abends ging es wieder mit dem Pilgerzug zurück. „Da ist es meistens eher ruhig, man denkt über den Tag nach, überlegt, ob man alle ins Gebet eingeschlossen hat. Man verarbeitet die vielen Eindrücke. Daheim nimmt einen der Alltag wieder gefangen.“
 
























Der Pilgerzug kurz vor seiner Ankunft am Haltepunkt Beuron


*** 2014 ***
26.07.2014 - Ein Regentag - Aber Beuron ist eine Reise wert
























Die Ankunft der Pilger in Beuron

Die Prozession führt traditionell vom Bahnhof zur Klosterkirche










 

Der Einzug der Pilger in die Klosterkirche










 
























Nach der Ankunft der Pilger in der Klosterkirche findet das Pilgerhochamt statt
























218 326-7 der RAB war in diesem Jahr die Zuglok des Pilgerzuges


*** 2015 ***
26.07.2015 - Bilderbogen
























Ankunft des Zuges in Beuron - 218 406-7 war diesmal mit am Start

Prozession vom Bahnhof zur Kirche









 

Die Prozession kurz vor dem Einzug in die Kirche









 

Pilgerhochamt in der Klosterkirche









 
























Schnappschuss am Bahnhof - 3x NE81 der HzL verlassen als Naturparkexpress den Bahnhof

 

26.07.2016 - Sankt-Anna-Wallfahrt nach Beuron - Fahrplan 2016

Hinfahrt

HinfahrtRückfahrt Anmerkungen
Stuttgart Hbf 7:07 --- 
Esslingen (Neckar) 7:16 20:51 
Plochingen 7:27 20:44 
Göppingen 7:40 20:32 
Geislingen (Steige) 7:54 20:16 
Amstetten 8:00 20:03 
Westerstetten 8:07 19:56 
Ulm Hbf 8:33 19:45 
Ulm-Söflingen 8:37 --- 
Blaustein 8:40 --- 
Herrlingen 8:43 19:30 
Gerhausen 8:50 --- 
Blaubeuren 8:52 19:19 
Schelklingen 8:58 19:14 
Schmiechen 9:01 --- 
Allmendingen 9:05 19:08 
Ehingen (Donau) 9:12 19:02 
Rottenacker 9:18 18:56 
Munderkingen 9:23 18:52 
Untermarchtal 9:25 18:47 nur Zustieg / Ausstieg
Rechtenstein 9:32 18:41 nur Zustieg / Ausstieg
Riedlingen 9:40 18:33 
Herbertingen 9:51 18:22 
Mengen 10:00 18:15 
Sigmaringen 10:28 18:05 
Beuron 10:54 17:39 
Tuttlingen --- 17:20 
 























Zugkreuzung im Bahnhof Herbertingen, 26.07.2013, Zuglok 218 494-3